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Info
Unerfüllter Kinderwunsch Erste Fragen und Antworten
Ab wann spricht man von ungewollter Kinderlosigkeit?
Von unerfülltem Kinderwunsch sprechen wir, wenn nach 1 2 Jahren ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eingetreten ist.
Wem passiert so etwas?
Jede sechste Ehe bleibt ungewollt kinderlos; das bedeutet, dass in Deutschland rund 2 Millionen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch leben.
Was können Ursachen sein, wenn keine Schwangerschaft eintritt?
Die Gründe können vielfältig sein. Unerfüllter Kinderwunsch ist ein Problem, das beide Partner gleichermaßen betrifft: Statistisch verteilen sich die Ursachen mit jeweils 30 40 % gleichermaßen auf Mann und Frau. Bei 15 30 % der betroffenen Paare kann es an beiden Partnern liegen. Und in 5 10 % der Fälle lassen sich keine erkennbaren Ursachen finden.
Was kann man tun?
Die Behandlung zielt auf die Ursachen der Kinderlosigkeit. Je genauer man diese diagnostiziert, desto gezielter und erfolgversprechender kann therapiert werden. Manchmal ist lediglich die Korrektur erhöhter Hormonwerte erforderlich, z. B. bei einer Schilddrüsenfehlfunktion oder bei erhöhter Produktion von männlichen Hormonen (Androgenen).
Ist die Reifung der Eizelle der Frau gestört, wird mit einer relativ einfachen hormonellen Stimulation begonnen. Die Befruchtung geschieht anschließend auf natürlichem Weg. Sind zusätzlich Menge und Beweglichkeit der Spermien des Mannes eingeschränkt, wird die Hormontherapie mit der intrauterinen Insemination (IUI) kombiniert: Hierbei werden die Spermien über einen dünnen Schlauch zum Zeitpunkt des Eisprungs direkt in die Gebärmutter eingeleitet.
Sind die Eileiter verschlossen und auch durch eine Operation nicht mehr zu öffnen, unbeweglich oder fehlen sie sogar ganz, ist die Befruchtung außerhalb des Körpers, also eine In-vitro-Fertilisation (IVF), erforderlich. Neben der hormonellen Stimulation ist zusätzlich ein kleiner, ambulant durchgeführter, operativer Eingriff nötig, um die reifen Eizellen zu gewinnen.