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Einfrieren von Eizellen und Embryonen (Kryokonservierung)

Durch die hormonelle Stimulation lassen sich durchschnittlich 3 bis 12 Eizellen gewinnen. Insbesondere die Stimulationsmengen und das Alter der Frau spielen eine Rolle für die letztendlich aufgefundene Zahl an Eizellen. Diese Ausbeute von bis etwa 12 Eizellen wird angestrebt, da sich nicht alle Eizellen nach der Befruchtung optimal zu einer sog. Blastozyste weiter entwickeln. Im Durchschnitt werden nach Befruchtung von 10 Eizellen, gleichgültig ob IvF oder ICSI angewandt wurden, 2 Blastozysten (siehe auch Blastozysten-Kultur auf Seite 8) entstehen. Pro Zyklus dürfen maximal 3 befruchtete Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu begrenzen.

Kryokonservierung

Wenn die Spermien in mehr als 3, bspw. in 8 oder 9 Eizellen eingedrungen sind, aber noch keine Verschmelzung der Erbanlagen stattgefunden hat (Vorkernstadium), besteht die Möglichkeit diese überzähligen Eizellen bei minus 196 Grad (Temperatur flüssigen Stickstoffes) zu diesem Zeitpunkt einzufrieren. Diese Variante allerdings bedeutet, dass eigentlich schon „zu früh“ entschieden wird, welches Embryo sich aus dem Vorkernstadium weiter entwickeln „darf“, bzw. welche befruchteten Eizellen vorerst „weggefroren“ werden.

Folglich wartet man nicht die „natürliche“ Selektion wie bei der Blastozysten-Kultur ab, die Schwangerschaftsrate wird dadurch niedriger – etwa 30 %. Wir führen darum in unserem Zentrum diese Variante des Einfrierens im Vorkernstadium nur noch ungern, nur falls ausdrücklich gewünscht, durch. Die Kultivierung der befruchteten Eizellen/Embryonen bis zum 5. Tag hat nämlich den großen Vorteil, das Entwicklungspotential der einzelnen Embryonen genauer zu erkunden.

Höhere Chancen
So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, die „richtigen“ Embryonen auszuwählen. Auch zu diesem Zeitpunkt lässt sich eine nicht transferierte Blastozyste noch einfrieren. Die Eizellen im Vorkernstadium – wie üblich, nach der Verschmelzung also im Embryonalstadium – oder Embryonen können in späteren Zyklen aufgetaut und in die Gebärmutter übertragen werden. Das Verfahren ist bewährt und sicher, führt jedoch zu einer niedrigeren Schwangerschaftsrate als bei nicht eingefrorenen, „frischen“ Eizellen oder Embryonen.

Mehr Information auch auf: www.fertility-on-ice.de