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Schleimhautoptimierung

Der Fluch für jede Kinderwunschpatientin ist die zu dünner Schleimhaut - egal ob im Spontanzyklus, Insemination oder IVF/ICSI Behandlung.

Für die Einnistung eines Embryos in der Gebärmutterschleimhaut muss diese genügend dick sein. Zwar haben wir über die vielen Jahre einmal erlebt, dass sogar 5,3 mm Dicke für eine ausgetragene Schwangerschaft reichen können, in der Regel reden wir aber von mindestens 7-10 mm als Ausgangswert für die erfolgreiche Einnistung, gemessen am Tag des Eisprungs.

Durch eine zu lange Amenorrhoe, sprich das Nichthaben der Periodeblutung, mit der Folge dass die Gebärmutter und Schleimhaut schrumpfen, eine zu häufigen Clomifen-Therapie, aber auch durch eine Ausschabung, können die Bedingungen einer Einnistung, die Befruchtung hat dann also trotzdem bereits stattgefunden, schlecht sein.

Die zwei ersten Ursachen lassen sich meistens mit einer Oestrogentherapie oder der Umstellung weg von Clomifen auf Gonadotropinen lösen. Die dritte Ursache, die Ausschabung, ist meistens traumatisch bedingt. Das geht bis zum Asherman-Syndrom, wo die Schleimhaut iatrogen, sprich durch ärtzliche Hand, total verloren gegangen ist. Meistens ist das Problem weniger extrem ausgeprägt, aber trotzdem ein Hindernis, schwanger zu werden.

Lösungen werden oft angetragen: Prof. Carlos Simón aus Valencia mit einem Keynote Lecture bei der ESHRE in Genf dieses Jahres, versucht das Problem mit Stammzellen zu lösen. Die Studie beinhaltet aber erst 18 Patientinnen mit diesem schweren Problem, sprich noch nicht so echt praxisreif.

In der Praxis, sprich im Alltag, versucht man oft Himbeerblütetee, Acupunktur, ASS, Oestrogenen, Sildenafyl (Viagra) vaginal, Trental oder auch Granocyte einzusetzen. Die Erfolge sind oft eher moderat oder sogar enttäuschend.

Wir vom Kinderwunschzentrum Erlangen wenden neuerdings eine andere, erst vor kurzem publizierte und patientenfreundliche Vorgehensweise an, um eine dickere Schleimhaut zu erreichen. Von der „platelets rich plasma (PRP)“-Variante ist hier die Rede. Platelets oder auf deutsch Blutplätchen wurden 1883 von Giulio Bizzozzero erstmals in Verbindung mit der Blutgerinnung gebracht.

Aber sie können mehr! PRP enthält verschiedene Wachstumsfaktoren und Zytokinen inklusive fibroblast growth factor (FGF), platelet derived growth factor (PDGF), vascular endothelial growth factor (VGEF), transforming growth factor (TGF), insulin-like growth factor I, II (IGF-I, II), connective tissue growth factor (CTGF) and interleukin 8 (IL-8).

PRP wurde darum bereits für die Behandlung verschiedensten Krankheiten im neurologischen, ophthalmologischen, kardiologischen und orthopaedischen Bereich eingesetzt. Jetzt aber auch im Bereich der Reproduktionsmedizin.

Kurz erklärt, Blut wird in einem ACD-A Röhrchen abgenommen, über mehrere Schritte die Blutplättchen konzentriert und dann in der ersten Zyklushälfte mit einem Katheter in der Gebärmutterhöhle eingebracht.

Die Ergebnisse aus der Fachliteratur, aber auch unsere sind bereits vielversprechend. Unser erster Eindruck: Die Methode ist zumindest gleichwertig mit einer Granocyte-Spülung, aber auf jeden Fall kostengünstiger, allerdings auch eine IGEL-Behandlung. Wir denken, in zwei bis drei Monaten noch genauere Daten liefern zu können.

Fragen oder Interesse zu diesem Thema? Oder generell zum Thema Kinderwunsch? Dann einfach eine E-Mail an info@kinderwunschzentrum-erlangen.de schicken.

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