Chronische Gebärmutter-Schleimhautentzündung als Ursache wiederholter Fehlgeburten

Die Gründe für eine ausbleibende Schwangerschaft bzw. habituelle Aborte sind vielfältig. Konnten im Rahmen einer Kinderwunsch-Therapie genetische Störungen oder Missbildungen in der Gebärmutter bereits ausgeschlossen werden, ist die Ursache einer gestörten Einnistung des Embryos eventuell auf immunologischer Ebene ausfindig zu machen. Liegt bei Ihnen eine ungewollte Kinderlosigkeit vor und sind gar wiederholte Fehlgeburten zur traurigen Regelmäßigkeit für Sie geworden, könnte dies unter anderem aber auf eine bisher nicht erkannte chronische Gebärmutter-Schleimhautentzündung (Endometritis) zurückzuführen sein.

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Als Endometritis wird eine chronische Gebärmutter-Schleimhautentzündung bezeichnet, die unter anderem durch Staphylokokken-, Streptokokken– und Escherichia coli-Erreger hervorgerufen werden kann. Von nur äußerst milden Symptomen begleitet, wird die Erkrankung von Betroffenen oftmals nicht wahrgenommen. Doch auch wenn Patienten es nicht bewusst merken, spielt sich während einer Endometritis im Körper Bedeutungsvolles ab: Um den Entzündungsherd zu bekämpfen, bildet das Immunsystem vermehrt Natürliche Killerzellen (NK-Zellen). Reproduktionsmediziner vermuten, dass die erhöhte Konzentration dieser NK-Zellen eine Abstoßungsreaktion des Embryos begünstigen kann.

Chronische Gebärmutter-Schleimhautentzündung nachweisen

Eine chronische Gebärmutter-Schleimhautentzündung zu detektieren, ist indirekt durch den Nachweis von Plasmazellen möglich, die bei der Bekämpfung von Erregern aktiviert werden und Antikörper produzieren. Im Kinderwunschzentrum Erlangen arbeiten wir mit Instituten wie das Placenta-Labor der Universitäts-Frauenklinik Jena zusammen, um die Gebärmutterschleimhaut auf die Konzentration an Plasmazellen oder auch uNK-Zellen hin zu untersuchen. Hierfür entnehmen wir der Patientin eine winzige Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut, ein sogenanntes Bioptat. Dieser kurze und eigentlich fast schmerzlose Eingriff wird ohne Narkose ambulant durch unseren Klinikleiter Dr. van Uem durchgeführt. Die Gewebeentnahme bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Das Ankratzen der Gebärmutterschleimhaut (auch Scratching genannt) kann nachweisbar die Chance einer erfolgreichen Einnistung des Embryos erhöhen.

Die Probe senden wir anschließend an das Placenta-Labor der Universitäts-Frauenklinik Jena, wo die Anzahl der Immunzellen im Gewebe beurteilt wird. Liegen uns die Befunde vor, können wir Ihnen – falls nötig – Empfehlungen zur Weiterbehandlung der Endometritis geben. Sobald Sie auskuriert sind, besprechen wir das weitere gemeinsame Vorgehen, um Ihren Traum vom eigenen Kind wahrzumachen. Die Leistungen sind allerdings im Kinderwunschzentrum Erlangen als auch im Plazenta-Labor keine, welche die gesetzliche Krankenkasse übernimmt, sondern sogenannte IGeL.

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Vereinbaren Sie jetzt online einen Termin im Kinderwunschzentrum Erlangen – wir freuen uns darauf, Sie auf Ihrem Weg zum Wunschkind mit jahrelanger Expertise und einer großen Portion Einfühlungsvermögen begleiten zu dürfen.