Ungewollt kinderlos durch Gelbkörperschwäche? Machen Sie jetzt den Test!

Die Befruchtung einer Eizelle und ihre anschließende Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut sind ein komplexer Prozess. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden oder schon mehrere Ihre Schwangerschaften in einem sehr frühen Stadium geendet sind, besteht die Möglichkeit, dass Sie an einer sogenannten Gelbkörperschwäche leiden. Doch was genau ist eine Gelbkörperschwäche und wie können Sie trotzdem Ihren Traum vom Wunschkind erfüllen?

Bei einer Gelbkörperschwäche handelt es sich um einen Mangel des weiblichen Sexualhormons Progesteron. Progesteron wird im Anschluss an den Eisprung von den im Eierstock verbliebenen "Resten" des geplatzten Follikels, dem sogenannten Gelbkörper gebildet. Dieses Gelbkörperhormon ist verantwortlich für die Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut. Liegt nun ein Progesteronmangel vor, kann sich die Eizelle entweder überhaupt nicht einnisten oder die Gebärmutterschleimhaut wird so unzureichend versorgt, dass sich die bereits eingenistete Eizelle wieder löst – es kommt zu einem frühen Abort. Ob bei Ihnen ein Progesteronmangel vorliegt, lässt sich einfach durch einen Bluttest in der zweiten Zyklushälfte feststellen, den wir im Kinderwunschzentrum standardmäßig durchführen. Wir raten Ihnen daher dringend zu einer Beratung und Untersuchung durch geschultes Fachpersonal – Selbstdiagnosen sind nicht zielführend!

Gelbkörperschwäche behandeln: Wie kann ich schwanger werden und bleiben?

Zunächst einmal gilt: Eine Gelbkörperschwäche bedeutet nicht das Aus für Ihren Kinderwunsch! Sollten Ihre Testergebnisse tatsächlich auf einen Progesteronmangel hindeuten, lässt sich dieser recht gut medikamentös behandeln. Das am häufigsten verwendete Medikament für diesen Zweck ist Clomifen, das kurz nach Beginn eines neuen Zyklus über kurze Zeit, sprich nach vorheriger Ultraschall-Kontrolle am 2., 3. und 4. Tag, eingenommen wird und über die Freisetzung des Hormons FSH die Reifung eines Eibläschens, auch Follikel genannt, anregt. Im Regelfall sollte es dann etwa zwischen dem 12. und 14. Zyklustag zum Eisprung kommen. Dies wäre dann der optimale Zeitpunkt, um Verkehr zu haben. Übrigens kann man dann den Zeitpunkt des Eisprungs mit einem Urintest auch selbst ermitteln.

Etwa sechs Tage nach dem Eisprung werden wiederum – zumindest in Kinderwunschzentrum Erlangen – nochmals die Progesteron- und Östradiolwerte mittels einer Blutuntersuchung kontrolliert. Sollte der Progesterongehalt im Blut dann noch immer zu niedrig sein, können gegebenenfalls die Dosierung im nächsten Zyklus angepasst oder noch Progesteron-Zäpfchen, am besten vaginal, verabreicht werden.

Über mehr als sechs Zykli hinweg sollte Clomifen jedoch nicht verabreicht werden. In solch einem Fall empfiehlt es sich, auf eine niedrig dosierte FSH-Therapie auszuweichen, bei der das Hormon FSH subcutan verabreicht wird.

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