Künstliche Befruchtung – Infos zum Ablauf

Die künstliche Befruchtung im Sinne einer IVF oder ICSI Behandlung kann bei verschiedenen Indikationen die probate Behandlungsmethode sein. Sind die Eileiter irreparabel geschädigt oder liegt eine Endometriose vor, ist die Zeugungsfähigkeit des Mannes deutlich eingeschränkt oder wird die Sterilität der Frau durch die Bildung von Antikörpern verursacht, kann die In-vitro-Fertilisation erfolgreich zum Einsatz kommen. Auch dann, wenn die Insemination nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat oder keinerlei Ursache für die aktuelle Unfruchtbarkeit ausgemacht werden kann, ist das medizinisch Verfahren der künstlichen Befruchtung einen Versuch wert.

Künstliche Befruchtung – ihr Ablauf beginnt damit, dass die Eierstöcke mit Fruchtbarkeitshormonen (FSH) zur Reifung mehrerer Eizellen angeregt werden. Hierbei kommen Präparate wie bei einer herkömmlichen hormonellen Stimulation zum Einsatz, allerdings in einer höheren Dosierung. Ultraschallgesteuert werden die Eibläschen durch die Scheide geortet und mit einer sehr feinen Nadel die Eizellen gewonnen (Follikelpunktion). Dieser Eingriff erfolgt unter Narkose. Anschließend bringen wir die gewonnenen Eizellen im Labor in einer speziellen Nährflüssigkeit mit den Spermazellen zusammen (IVF Behandlung).

Bei einer ICSI Behandlung ist die Vorbereitung und der Ablauf identisch bis auf die Tatsache,  dass bei diesem Verfahren lediglich eine einzige Samenzelle direkt in das Innere der Eizelle eingebracht wird.

In der Regel verbleiben Ei- und Samenzellen gemeinsam anschließend dann erstmal für 24 Stunden in einem Wärmeschrank (37 Grad Celsius). Nach dieser Zeit prüfen wir, ob es zu einer Befruchtung gekommen ist. Ist dies der Fall, nehmen wir nach weiteren 24 bis 96 Stunden die Übertragung der sogenannten Blastozystenkultur vor. Dabei werden maximal zwei bis drei Embryonen über einen dünnen Schlauch (Katheter) in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Dieser Vorgang wird in der Medizin als "Embryotransfer" bezeichnet.

Künstliche Befruchtung: Ablauf erfolgt – und wie stehen nun die Erfolgschancen?

Die Erfolgschancen auf eine Schwangerschaft varieren bei der künstlichen Befruchtung laut D.I.R. (Deutsches IVF Register, http://www.deutsches-ivf-register.de) zwischen 4 und 47 Prozent und diese große Schwankungen sind abhängig vom Entwicklungsstadium des Embryos, Alter – insbesondere der Frau – sowie dem Zeitpunkt, zu dem der Embryotransfer erfolgt ist.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie noch Fragen rund um die künstliche Befruchtung und Details zum Ablauf haben! Wir beraten Sie diskret und einfühlsam – und selbstverständlich auch mit großer Fachexpertise.

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