Kinderwunschbehandlung: Wer trägt die Kosten?

Sie ziehen eine Kinderwunschbehandlung in Betracht? Erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten der staatlichen Förderung es für Paare mit Kinderwunsch gibt.

Ein unerfüllter Kinderwunsch stellt oftmals nicht nur eine emotionale Belastung dar. Denn die Option, eine Kinderwunschbehandlung in Anspruch zu nehmen, um dem Familienglück nachzuhelfen, ist für viele nicht nur eine Frage des Herzens, sondern auch des Geldes. Doch zum Glück müssen angehende Eltern die Kosten für reproduktionsmedizinische Behandlungsverfahren nicht alleine tragen. Neben den gesetzlichen (und je nach Versicherungsvertrag den privaten) Krankenkassen bietet auch der Staat finanzielle Zuwendungen für Maßnahmen der assistierten Reproduktion.

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Kinderwunsch: Mit dieser staatlichen Unterstützung können Sie rechnen

Laut der vom Bundesministerium für Famlie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegebenen Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion werden Behandlungen im ersten bis vierten Behandlungszyklus nach Art der In-Vitro-Fertilisations (IVF) und Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) gefördert. Verheiratete Paare mit Kinderwunsch können hiernach mit einer finanziellen Unterstützung für den nach Abrechnung der Krankenversicherung verbleibenden Eigenanteil rechnen – und zwar in Höhe von bis zu 25 Prozent.

Kinderwunsch – Förderung auch für unverheiratete Paare

Durch die am 7. Januar 2016 geänderte Bundesförderrichtlinie können nun auch unverheiratete Paare mit Kinderwunsch eine finanzielle Förderung durch das Bundesfamilienministerium für reproduktionsmedizinische Behandlungen beantragen. Die Höhe der Zuwendungen ergibt sich wie folgt: 12,5 Prozent des verbleibenden Selbstkostenanteils für die ersten drei Behandlungen sowie 25 Prozent des verbleibenden Selbstkostenanteils für die vierte Behandlung. Ein Wehmutstropfen aber bleibt, denn um diese staatliche Unterstützung tatsächlich zu erhalten, muss das Paar seinen Wohnsitz in dem Bundesland haben, das sich finanziell mit eigenem Landesförderprogramm beteiligt. Derzeit bestehen Bund-Länder-Kooperationen mit Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. An dieser Stelle fragt sich das Team vom Kinderwunschzentrum Erlangen: Warum gehört Bayern noch nicht zu dieser Bund-Länder-Kooperation?

Hier ein paar weitere Literaturangaben zum Thema

Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion:

http://www.bmfsfj.de/…/bundesfoerderrichtlinie-assistierte-…

Unterstützung bei Kinderwunschbehandlungen auch für unverheiratete Paare:

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=222614.html

Pressemitteilung unseres Berufsverbandes BRZ_

https://gallery.mailchimp.com/…/fi…/Foerderrichtlinie_PM.pdf

 

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